5 Tipps, um Ärger loszulassen und wieder in den Flow zu kommen

Ich glaube, jeder kennt das: Es gibt immer wieder Situationen, da können wir nicht so leicht loslassen, sondern wir fangen stattdessen an, uns zu ärgern. Das kann in einem Job als Angestellter passieren, genauso wie mit dem eigenen Business. Da ist vielleicht ein Kunde, der nicht pünktlich zahlt oder der gar nicht erst zum verabredeten Termin erscheint. Oder aber man ärgert sich über sich selbst, weil man nicht so vorankommt, wie man möchte.

Ich erinnere mich z. B. an folgende Situation vor einigen Jahren, als ich noch Coachings für Flyer-Texte anbot. Ich hatte ein Telefon-Coaching mit einer Kundin, die einen Flyer-Text mit mir zusammen entwickeln wollte. Schon während des Gesprächs hatte ich das Gefühl, dass sie alles infrage stellte, was ich ihr vorschlug. Ich spüre innerlich auch, dass sie eigentlich noch gar nicht bereit war, wirklich ihre Einzigartigkeit zu zeigen. Sie wollte sich hinter ihren Ausbildungen verstecken, statt die Maske fallen zu lassen und zu zeigen, wer sie wirklich war. Dennoch erarbeitete ich mit ihr einen Flyer-Text. Wir verabredeten, dass sie das Ganze sacken lassen sollte und wir dann noch mal bei einem weiteren Termin darüber sprechen würden.

Das seltsame Gefühl blieb. Und tatsächlich: Am nächsten Tag schrieb sie mir, dass ihr der Text nicht gefiel.Ich spürte, wie der Ärger in mir hochstieg. Hätte ich auf meine Intuition gehört, hätte ich diesen Beratungstermin wahrscheinlich schon gleich am Anfang beendet, als ich merkte, dass es nicht so ganz passte. Aber ich überhörte diese leise innere Stimme und erarbeitete mit ihr den Text, mit dem entsprechenden Ergebnis.

Natürlich wollte ich nicht im Ärger verweilen und entschied mich dafür, kreativ damit umzugehen. Ich beschloss, nach draußen zu gehen und in einem Restaurant essen zu gehen. Als ich dort war und auf mein Essen wartete, nachdem ich es bestellt hatte, reflektierte ich über das Gespräch mit der Kundin. Plötzlich wurde mir klar: Das ganze Leben ist ein Theater und jeder spielt sein eigenes Stück, bzw. hat seine eigenen Erfahrungen in seiner speziellen Rolle. „Zufällig“ war das auch noch ein Restaurant, was sich im Erdgeschoss des Staatstheaters befand. Als mir das klar wurde, konnte ich meinen Ärger loslassen.

Ein paar Tage später hatte ich das nächste Telefonat mit der Kundin. Diesmal floss es auch bei ihr leichter. Wir waren beide im Flow und so gelang es uns sowohl ihrer Einzigartigkeit, als auch ihren Ausbildungen einen würdigen Platz in ihrem Flyer-Text zu schenken.Du kennst solche oder ähnliche Situationen? Für all diese Situationen gibt es Möglichkeiten, den Ärger loszulassen und relativ schnell wieder in den Flow zu kommen. Doch das will trainiert werden, denn es ist nicht immer einfach. Vielleicht geht es dir ja manchmal ähnlich, dann schau doch mal, ob einer der folgenden Flow-Tipps dir weiterhilft.

5 Tipps, um bei Ärger wieder in den Flow zu kommen:

  • Nimm den Ärger an. Bedanke dich bei ihm, dass er dir zeigt, dass etwas nicht stimmt. Spüre, wo der Ärger sitzt.
  •  Gehe kreativ mit deinem Ärger um, ohne dich oder jemand anderen zu verletzten. Auch Worte können verletzend sein.
  • Vielleicht hilft es dir, rauszugehen und den Ärger auszuatmen.
  • Verändere deinen Fokus. lege die Aufmerksamkeit auf etwas, was du liebst.
  • Oder du machst eine Imaginationsübung, bei der du dir vorstellst, dein Ärger ist reine Energie. Du gehst mit dieser Energie an einen Fluss. Dort wartet ein goldenes Boot, wo du die Energie des Ärgers hineinlegst und davonfahren lässt, der Sonne entgegen.

Probiere es aus, kreativ mit deinem Ärger umzugehen, denke aber auch immer daran, was er dir gerade zeigen möchte. Manchmal ist der Ärger auch ein Indiz dafür, dass es Zeit für eine Veränderung in deinem Leben ist. So war es damals übrigens bei mir mit dem Flyer-Coaching auch. Diese Kundin war eine der letzten Kundinnen, die ich für die Flyertext-Beratung angenommen hatte. Danach fing ich an, mich mehr und mehr umzuorientieren. Ärger kann also sehr facettenreich sein, es ist nur wichtig, dass du nicht darin hängen bleibst, sondern einen Weg findest, um wieder in den kreativen Flow zu kommen.

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